Feierabend auf dem Marktplatz
Vor den gotischen Bogenfenstern des Erdgeschosses spielt sich das Leben ab: Am Stehtisch bietet ein Händler seine Ware feil, sein Gegenüber prüft skeptisch mit der Hand am Kinn, ein Dackel schaut geduldig zu. Zwei Kinder schlendern Hand in Hand vorbei, und aus dem Torbogen tritt der Nachtwächter mit Laterne und Schlapphut, um seine Runde zu beginnen. Sobald die Uhr schlägt, setzt er sich in Bewegung, als würde er zur Abendstunde durch die Gassen ziehen.
Am Rand weist ein kleiner hölzerner Wegweiser nach Frankfurt, Heidelberg und Freiburg, Kettenpoller säumen den sandbestreuten Platz. Je länger man hinsieht, desto mehr entdeckt man, wie auf einem echten Marktplatz kurz vor Einbruch der Dunkelheit.