8TMT 540/9 Bahnhäusle 1885
VdS-zertifiziertes Original – echte Schwarzwälder Uhrmacherkunst.
PFLEGE & WARTUNG
Kuckucksuhren aus dem Schwarzwald sind robuste, langlebige Zeitmesser. Wischen Sie das Gehäuse gelegentlich mit einem trockenen, weichen Tuch ab. Das Uhrwerk sollte alle 5 Jahre von einem Fachbetrieb gereinigt und geölt werden. Halten Sie die Uhr fern von direkter Sonneneinstrahlung und extremen Temperaturschwankungen, um das Naturholz zu schützen.
VERSAND & RÜCKGABE
Wir versenden alle Uhren sorgfältig verpackt und versichert mit DHL, in der Regel innerhalb von 3–5 Werktagen. Innerhalb Deutschlands und der gesamten EU liefern wir versandkostenfrei; für alle übrigen Länder werden die Versandkosten im Bestellvorgang ausgewiesen. Sollten Sie mit Ihrer Uhr nicht vollständig zufrieden sein, können Sie diese innerhalb von 14 Tagen zurückgeben. Kontaktieren Sie uns einfach unter info@schneider-clocks.com.
Technische Daten
| Werk-Typ | 8 Tage Uhrwerk |
| Antrieb | Mechanisch |
| Nachtabschaltung | Automatisch |
| Höhe (cm) | 68.0 |
| Breite (cm) | 30.0 |
| Tiefe (cm) | 19.0 |
| Gewicht (kg) | 8.0 |
| Zapfengewichte (g) | 1500 |
| Mit Musik | true |
| Musikstücke | Edelweiss; Fröhlicher Wanderer |
| Melodien | 2 |
| Stimmen | 36 |
| Mit Tänzer | true |
Die Uhr, mit der alles begann
Das Bahnhäusle zählt zu den ältesten und ikonischsten Formen der Schwarzwälder Kuckucksuhr. Inspiriert von den Bahnwärterhäuschen entlang der historischen Schwarzwaldbahn, hat dieses zeitlose Design seit über 170 Jahren nichts von seiner Faszination verloren – und steht heute wie damals für die Wurzeln einer ganzen Uhrmachertradition.
Mit ihrer schlanken, hohen Silhouette, dem klaren Giebeldach und dem reichen Laubwerk verkörpert das Bahnhäusle 1885 diese Urform in ihrer schönsten Ausprägung. Es ist keine Uhr, die eine Szene nachstellt – es ist selbst ein Stück Geschichte: die Form, aus der alle späteren Kuckucksuhren hervorgegangen sind, gefertigt in Handarbeit, wie es Anton Schneider seit 1848 tut.
Die Giebelkrone aus geschnitztem Laub
Um das klare, helle Satteldach legt sich ein Kranz aus dunklen, von Hand geschnitzten Blättern – sie wachsen den Giebel hinauf und gipfeln in einem einzelnen Blatt auf der Dachspitze. Der Kontrast zwischen dem warmen Honigton des Daches und dem tiefen Braun des Laubwerks gibt dem Bahnhäusle seine unverwechselbare, fast architektonische Anmut.
Auch an den Seiten ranken sich filigran ausgesägte Zweige empor, und über das ganze Gehäuse verteilt sitzen weitere Blätter, jedes einzeln geschnitzt und aufgesetzt. So wirkt die Uhr wie ein Bahnwärterhäuschen, das der Schwarzwald langsam und liebevoll zurückerobert.
Wo der Wald aufs Dach klettert
Anders als bei den Chalet-Uhren wohnt der Kuckuck hier nicht hinter einem Giebeltürchen, sondern hinter einem runden Rosettenfenster hoch oben im Giebel – ein charakteristisches Merkmal der historischen Bahnhäusle-Uhren. Zur vollen Stunde schwingt die fein gesägte Rosette zur Seite, und der kleine handbemalte Vogel tritt hervor, um die Stunde zu rufen.
Sein Ruf entsteht rein mechanisch, mit Blasebälgen und Pfeifen im Inneren – so, wie es seit den Anfängen der Schwarzwälder Uhrmacherei gemacht wird. Nachts bleibt es still: Die automatische Nachtabschaltung lässt Kuckuck und Musik von selbst ruhen, ohne dass man daran denken muss.
Auftritt hinterm Rosettenfenster
Unter dem Zifferblatt, auf einer fein durchbrochenen Balkonkonsole, stehen vier handbemalte Figuren in Tracht. Zur vollen Stunde erwachen sie zum Leben und drehen ihre Runden – begleitet von einem echten mechanischen Spielwerk mit 36 Stimmen, das abwechselnd „Edelweiss" und den „Fröhlichen Wanderer" spielt.
Die Musik entsteht ganz ohne Elektronik: Eine Stiftwalze zupft die gestimmten Zungen des Spielwerks, angetrieben allein von der Kraft der Gewichte. So klingt jede volle Stunde ein wenig wie ein kleines Konzert aus einer anderen Zeit.
Das mechanische 8-Tage-Werk
Im Inneren des Bahnhäusle arbeitet ein mechanisches 8-Tage-Werk – die Königsklasse unter den Kuckucksuhrwerken. Einmal aufgezogen, läuft die Uhr eine ganze Woche lang und treibt dabei alles zugleich an: das Pendel, den Kuckucksruf und das Spielwerk mit den Tanzfiguren. Drei Tannenzapfen-Gewichte mit je 1.500 Gramm liefern die Energie – eines für das Gehwerk, eines für den Kuckuck, eines für die Musik.
Die Bauform mit Pendel und Tannenzapfen-Gewichten hat ihre Wurzeln im Schwarzwald des 18. Jahrhunderts, wo aus der Uhrmacherei der Bauernhöfe eine weltberühmte Handwerkstradition entstand. Bis heute wird dieses Prinzip nahezu unverändert weitergeführt: Die herabsinkenden Gewichte treiben das Werk an, das Pendel gibt den Takt – Uhrmacherkunst in ihrer reinsten Form. Aufgezogen wird die Uhr einmal pro Woche, indem die Gewichte über die Ketten wieder nach oben gezogen werden – ein kleines Ritual, das seit Generationen zum Leben mit einer echten Schwarzwälder Uhr gehört.