MT 6667/9 Die Mühle
VdS-zertifiziertes Original – echte Schwarzwälder Uhrmacherkunst.
PFLEGE & WARTUNG
Kuckucksuhren aus dem Schwarzwald sind robuste, langlebige Zeitmesser. Wischen Sie das Gehäuse gelegentlich mit einem trockenen, weichen Tuch ab. Das Uhrwerk sollte alle 5 Jahre von einem Fachbetrieb gereinigt und geölt werden. Halten Sie die Uhr fern von direkter Sonneneinstrahlung und extremen Temperaturschwankungen, um das Naturholz zu schützen.
VERSAND & RÜCKGABE
Wir versenden Ihre Uhr sorgfältig verpackt und versichert. Innerhalb Deutschlands und der gesamten EU ist der Versand kostenfrei; Lieferungen außerhalb der EU erfolgen DAP (unverzollt) - die Versandkosten sehen Sie im Checkout.
Sollten Sie mit Ihrer Uhr nicht vollständig zufrieden sein, können Sie sie innerhalb von 14 Tagen kostenlos zurückgeben: Kurze Nachricht genügt - Sie erhalten ein Rücksendeetikett und nach Eingang der Uhr den vollen Kaufpreis zurück. Kontaktieren Sie uns einfach unter info@schneider-clocks.com.
Technische Daten
| Werk-Typ | 1 Tag Uhrwerk |
| Antrieb | Mechanisch |
| Nachtabschaltung | Automatisch |
| Höhe (cm) | 31.0 |
| Breite (cm) | 27.0 |
| Tiefe (cm) | 17.5 |
| Gewicht (kg) | 3.4 |
| Zapfengewichte (g) | 320 |
| Mit Musik | ✓ |
| Musik spielt | Zu jeder vollen und halben Stunde |
| Musikstücke | Edelweiss; Fröhlicher Wanderer |
| Melodien | 2 |
| Stimmen | 22 |
| Bewegliche Elemente | Mühlrad, Tänzer |
| Mit Tänzer | ✓ |
| Farbe | Braun |
Andere verstecken ihr Werk. Diese nicht.
Bei fast jeder Kuckucksuhr sitzt die Mechanik hinter einer geschlossenen Front. Die Mühle macht das Gegenteil: Das Gehäuse ist bis auf die tragenden Streben aufgelöst, das Zifferblatt zum Ring reduziert, die Seitenwände verglast. Wer davorsteht, sieht die Zahnräder laufen, die Ketten wandern, das Werk arbeiten.
Dazu kommt alles, was eine Schwarzwälder Musikuhr ausmacht: ein Mühlrad am Bach, ein Holzhacker am Block, ein Reh am Wasser, vier Figuren auf dem Balkon – und ein echtes Spielwerk zur vollen Stunde.
Zahnräder statt Zifferblatt
Der Ziffernring aus hellem Holz schwebt vor dem offenen Gehäuse – dahinter liegt die Mechanik frei. Messingplatinen, geschwärzte Räder, die Ankerhemmung, die Antriebsketten: alles sichtbar, alles in Bewegung.
Diese Bauweise ist die anspruchsvollste im Sortiment, weil jedes Bauteil sitzen und sauber verarbeitet sein muss – es gibt keine Blende, hinter der sich etwas verbergen ließe. Für Uhrenliebhaber ist genau das der Reiz: Man sieht nicht nur, wie spät es ist, sondern wie die Zeit gemacht wird.
Das Rad, das den Schwarzwald antrieb
Vor dem Haus steht das Mühlrad im Bachlauf – die Schaufeln türkis gefasst, als spritze das Wasser gerade auf. Der Bach selbst ist mit echten Kieseln ausgelegt, dazwischen Moos und helle Steine.
Das Mühlrad ist im Schwarzwald mehr als Zierrat. Wasserkraft trieb hier über Jahrhunderte Sägewerke, Mühlen und schließlich die ersten Uhrenwerkstätten an. Angetrieben wird es bei dieser Uhr direkt vom Uhrwerk – kein Motor, kein Strom.
Ein Reh trinkt, während der Hacker arbeitet
Rechts steht der Holzhacker am Stock, das Beil im Schwung, das Scheit gespalten – eine der aufwendigsten Figuren unseres Sortiments, mit modelliertem Gesicht, Schnurrbart, Federhut und grüner Weste. Neben ihm der Holzstapel, davor Späne und Moos.
Links, am anderen Ufer, senkt ein Reh den Kopf zum Bach. Zwischen den beiden liegt die ganze Erzählung dieser Uhr: Arbeit auf der einen, Wald auf der anderen Seite – und dazwischen das Wasser, das beides verbindet.
Zur vollen Stunde tritt das Haus vor die Tür
Über dem Werk öffnet sich der Balkon, gerahmt von einer Brüstung mit ausgesägten Herzen und Blumenkästen. Dahinter stehen vier handbemalte Figuren in Tracht. Nach dem Ruf des Kuckucks setzen sie sich in Bewegung und drehen ihre Runden, begleitet vom mechanischen Spielwerk mit zwei traditionellen Melodien.
Über dem Balkon hängt das Türchen des Kuckucks – rot lackiert und mit dem verschlungenen AS-Monogramm von Anton Schneider versehen. Darüber schließt ein echtes Schindeldach das Haus ab, Reihe für Reihe gedeckt wie bei einem Schwarzwaldhof.
Das mechanische 1-Tages-Werk
Im Inneren der Mühle arbeitet ein mechanisches Uhrwerk mit Pendel und Tannenzapfen-Gewichten. Es treibt alles zugleich an: den Gang der Uhr, den Ruf des Kuckucks, das Spielwerk mit den Tanzfiguren und das Mühlrad im Bach. Drei Tannenzapfen-Gewichte liefern die Energie – eines für das Gehwerk, eines für den Kuckuck, eines für die Musik.
Die Bauform mit Pendel und Tannenzapfen-Gewichten hat ihre Wurzeln im Schwarzwald des 18. Jahrhunderts, wo aus der Uhrmacherei der Bauernhöfe eine weltberühmte Handwerkstradition entstand. Bis heute wird dieses Prinzip nahezu unverändert weitergeführt: Die herabsinkenden Gewichte treiben das Werk an, das Pendel gibt den Takt – Uhrmacherkunst in ihrer reinsten Form. Aufgezogen wird die Uhr täglich, indem die Gewichte über die Ketten wieder nach oben gezogen werden – bei dieser Uhr ein besonderes Vergnügen, weil man dem Werk dabei zusehen kann.