8TMT 275/9 Cervus Regalis
VdS-zertifiziertes Original – echte Schwarzwälder Uhrmacherkunst.
PFLEGE & WARTUNG
Kuckucksuhren aus dem Schwarzwald sind robuste, langlebige Zeitmesser. Wischen Sie das Gehäuse gelegentlich mit einem trockenen, weichen Tuch ab. Das Uhrwerk sollte alle 5 Jahre von einem Fachbetrieb gereinigt und geölt werden. Halten Sie die Uhr fern von direkter Sonneneinstrahlung und extremen Temperaturschwankungen, um das Naturholz zu schützen.
VERSAND & RÜCKGABE
Wir versenden Ihre Uhr sorgfältig verpackt und versichert. Innerhalb Deutschlands und der gesamten EU ist der Versand kostenfrei; Lieferungen außerhalb der EU erfolgen DAP (unverzollt) - die Versandkosten sehen Sie im Checkout.
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Technische Daten
| Werk-Typ | 8 Tage Uhrwerk |
| Antrieb | Mechanisch |
| Nachtabschaltung | Automatisch |
| Höhe (cm) | 48.0 |
| Breite (cm) | 31.0 |
| Tiefe (cm) | 26.0 |
| Gewicht (kg) | 7.4 |
| Zapfengewichte (g) | 1500 |
| Mit Musik | ✓ |
| Musik spielt | Zu jeder vollen Stunde |
| Musikstücke | Edelweiss; Fröhlicher Wanderer |
| Melodien | 2 |
| Stimmen | 36 |
| Mit Tänzer | ✓ |
| Mit Tieren | ✓ |
| Tiere | Hase, Hirsch, Vogel |
| Farbe | Nußbraun |
Der König des Waldes
Die Jagduhr ist eine der ältesten und beliebtesten Formen der Schwarzwälder Kuckucksuhr. Seit dem 19. Jahrhundert erzählt sie dieselbe Geschichte: vom Wald, vom Wild und von der Jagd, die im Schwarzwald über Generationen zum Leben gehörte.
Die Cervus Regalis führt dieses Motiv in seiner vollen Form aus. Über dem Zifferblatt wacht ein Hirschkopf mit weit ausladendem Geweih, darunter kreuzen sich zwei Jagdgewehre, gerahmt von schwerem Eichenlaub. Mit 48 cm Höhe ist sie ein Stück, das einen Raum trägt – und mit Musik und Tanzfiguren zugleich eine der lebendigsten Uhren unserer Schnitzerei-Kollektion.
Ein Geweih, das den Raum beherrscht
Das Herzstück der Uhr sitzt ganz oben: ein Hirschkopf auf einem Wappenschild, das Geweih fein ausgearbeitet bis in die letzte Sprosse. Unter ihm kreuzen sich zwei Jagdgewehre, an den Seiten legen sich große Eichenblätter über das Dach – jedes einzelne von Hand gearbeitet und in klassischem Nussbraun lasiert.
Der Hirsch ist im Schwarzwald mehr als ein Ziermotiv. Er steht für den Wald selbst, aus dem seit jeher Holz, Handwerk und Lebensunterhalt kamen. Die Uhrmacher der Region griffen ihn im 19. Jahrhundert auf, als aus der schlichten Bahnhäusleuhr die reich geschnitzte Jagduhr wurde.
Der ganze Wald steckt im Detail
Links am Gehäuse richtet sich ein Hase auf, die Löffel angelegt, halb verborgen zwischen Eichenblättern. Rechts sitzt ein Vogel auf einem Ast und blickt nach oben – aufmerksam, als hätte er den Kuckuck gehört.
Diese kleinen Szenen machen den Reiz einer echten Schwarzwälder Schnitzerei aus: Man entdeckt sie nicht auf den ersten Blick, sondern erst, wenn die Uhr längst an der Wand hängt. Zusammen mit Jagdhorn und Jagdtasche unter dem Zifferblatt und dem Pulverfässchen unter dem Dachfirst ergibt sich ein vollständiges Jagdstillleben.
Zur vollen Stunde wird getanzt
Über dem Zifferblatt öffnet sich eine Bühne: Auf einer durchbrochenen Balkonkonsole stehen vier handbemalte Figuren in Tracht. Zur vollen Stunde – nach dem Ruf des Kuckucks – setzen sie sich in Bewegung und drehen ihre Runden, begleitet von einem mechanischen Spielwerk mit 36 Stimmen, das abwechselnd „Edelweiss" und den „Fröhlichen Wanderer" spielt.
Die Musik entsteht ganz ohne Elektronik: Eine Stiftwalze zupft die gestimmten Zungen des Spielwerks, angetrieben allein von der Kraft der Gewichte. Wer nachts seine Ruhe möchte, überlässt das der automatischen Nachtabschaltung – sie legt Ruf und Musik still, ohne dass die Uhr angehalten werden muss.
Diese Uhr sieht man nicht nur – man hört sie
Das Zifferblatt aus Holz trägt aufgesetzte römische Ziffern und filigrane Zeiger im hellen Naturton – der bewusste Kontrast zum dunklen Gehäuse. Darunter liegt, quer über den Sockel gelegt, ein geschnitztes Jagdhorn mit Riemen; die Jagdtasche schließt die Front nach unten ab.
Zwischen den Blattranken schwingt das Pendel, flankiert von drei großen Tannenzapfen-Gewichten an ihren Ketten. Ihr gleichmäßiger Takt ist das, was eine mechanische Uhr von jeder anderen unterscheidet: Sie zeigt die Zeit nicht nur an, man hört sie.
Das mechanische 8-Tage-Werk
Im Inneren der Cervus Regalis arbeitet ein mechanisches 8-Tage-Werk – die Königsklasse unter den Kuckucksuhrwerken. Einmal aufgezogen, läuft die Uhr eine ganze Woche lang und treibt dabei alles zugleich an: das Pendel, den Kuckucksruf und das Spielwerk mit den Tanzfiguren. Drei Tannenzapfen-Gewichte liefern die Energie – eines für das Gehwerk, eines für den Kuckuck, eines für die Musik.
Die Bauform mit Pendel und Tannenzapfen-Gewichten hat ihre Wurzeln im Schwarzwald des 18. Jahrhunderts, wo aus der Uhrmacherei der Bauernhöfe eine weltberühmte Handwerkstradition entstand. Bis heute wird dieses Prinzip nahezu unverändert weitergeführt: Die herabsinkenden Gewichte treiben das Werk an, das Pendel gibt den Takt – Uhrmacherkunst in ihrer reinsten Form. Aufgezogen wird die Uhr einmal pro Woche, indem die Gewichte über die Ketten wieder nach oben gezogen werden – ein kleines Ritual, das seit Generationen zum Leben mit einer echten Schwarzwälder Uhr gehört.